Anfänge der Besiedlung im Bereich von Gebüg und Schönau
Im Pfälzer Wald herrschten noch in der Jungsteinzeit (3500 - 1800 vor Christus) ungünstige Siedlungsverhältnisse. Urwaldartiger Bewuchs bedeckte die Berghänge, während sich in den Tälern Sumpfland gebildet hatte. Trotz dieser widrigen Siedlungsverhältnisse gibt es Spuren für die Anwesenheit von nomadisierenden Jägervölkern in der Gegend von Gebüg. Mehrere Funde von Steinbeilen und anderen Steingeräten am Ringwall auf dem Maimont, lassen einen Aufenthalt von jungsteinzeitlichen Menschen möglich erscheinen. In der vorchristlichen Eisenzeit (800 v. Chr. - um Christi Geburt) siedelte im Unterelsaß, in Lothringen und in der Pfalz der keltische Stamm der Mediomatriker. Etwa vom dritten Jahrhundert v. Chr. an mußte sich dieser Stamm gegen das Eindringen germanischer Völker vom Rhein her zur Wehr setzen.
Um 100 v. Chr. gelang es den Sueben unter ihrem Führer Ariovist, sich in der pfälzisch-elsässischen Rheinebene festzusetzen und die dort lebenden Kelten weiter nach Westen zu drängen. Aus dieser spätkeltischen Zeit stammt die älteste nachweisbare Besiedlung unserer Gegend, nämlich die große Ringwallanlage auf dem Maimont bei Gebüg. Sie ist als Fliehburg zu verstehen, die in Kriegszeiten der Bevölkerung Schutz bot und von der aus feindliche Angriffe abgewehrt werden konnten. Ihre günstige strategische Lage ermöglichte auch die Kontrolle über die hier durchgehenden Wegverbindungen. Vermutlich sicherte diese Bergfestung eine vom elsässischen Brumath über Niederbronn führende Straße, die am Maimont vorbeilief (Zollstock) und in Richtung Trifels weiterführte.